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    Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

    Psalm 118:24

„Gemeinsam gegen einsam“ in Pfarreien von Moers bis Xanten

Pastoralreferent Thomas Riedel sieht man sein freudiges Strahlen trotz seines Mund-Nasen-Schutzes an. Er steht neben Weihbischof Rolf Lohmann und Markus Kuhlmann, Leiter des Bildungsforums im Kreisdekanat Wesel, im Altarraum des Xantener Doms.

16 Frauen und Männer zur ehrenamtlichen Seelsorge beauftragt
Kamp-Lintfort/Moers/Rheinberg/Sonsbeck/Xanten (pbm/cb). Pastoralreferent Thomas Riedel sieht man sein freudiges Strahlen trotz seines Mund-Nasen-Schutzes an. Er steht neben Weihbischof Rolf Lohmann und Markus Kuhlmann, Leiter des Bildungsforums im Kreisdekanat Wesel, im Altarraum des Xantener Doms. 16 Mal kann Riedel dem Weihbischof ein Zertifikat anreichen, das dieser an Frauen und Männer aus den Dekanaten Moers und Xanten überreicht. Sie sind nun ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger und werden das Projekt „Gemeinsam gegen einsam“ in ihren Heimatpfarreien unterstützen. Während des Gottesdienstes zu Mariä Lichtmess am 2. Februar sind sie offiziell beauftragt worden.
Rund zwei Jahre sind seit den ersten Planungen vergangen, die Pandemie brachte auch bei „Gemeinsam gegen einsam“ den angedachten Zeitplan durcheinander, wie Riedel in seiner Begrüßung erklärt hatte. Gemeinsam mit dem Caritasverband Moers-Xanten und dem Bildungsforum hatte die Steuerungsgruppe Schulungen für die Ehrenamtler geplant. Deren Aufgabe wird es sein, in den Pfarreien alte, kranke oder einsame Menschen zu besuchen, die sich Gespräche und Begegnung wünschen. Eine Aufgabe, die Pflegerinnen und Pfleger in ihrem Arbeitsalltag nicht leisten können, wie Brunhild Demmer vom Vorstand des Caritasverbandes erklärte. „Mit ,Gemeinsam gegen einsam‘ gehen die Pfarreien mit den ehrenamtlichen Seelsorgern in diesen Bereich hinein“, betonte sie.
Die Frauen und Männer stammen aus den Pfarreien St. Viktor (Xanten), St. Peter (Rheinberg), St. Maria Magdalena (Sonsbeck), St. Martinus (Moers), St. Josef (Moers) sowie St. Josef (Kamp-Lintfort). In Wochenend-Seminaren haben sie erfahren, mit welchen Situationen sie vor Ort konfrontiert werden und wie sie damit umgehen können. Dabei sind sie ausdrücklich kein Ersatz für professionelle Pflege- oder Hauswirtschaftsdienste, sondern sollen explizit die Begegnung ermöglichen. Der Kontakt zu ihnen wird über die Sozialstationen des Caritasverbandes hergestellt, die mit den jeweiligen Pfarreien zusammenarbeiten, die Adressen sind unter www.caritas-moers-xanten.de zu finden.
Weihbischof Lohmann dankte den neu Beauftragten für ihre Bereitschaft zum seelsorglichen Dienst. Begegnungen, sagte er, seien elementar wichtig, das zeige sich gerade jetzt in der Zeit, in der sie eingeschränkt werden müssen. „Ich freue mich, dass Sie sich senden lassen um dafür zu sorgen, dass Begegnungen möglich sind“, wandte er sich an die Frauen und Männer, „Sie übernehmen einen wichtigen seelsorglichen Dienst“. Diese Bereitschaft sei „ein starkes Zeichen für die Kirche“, erklärte er. Es mache die Berufung bewusst, die jeder Christ durch Taufe und Firmung erhalten habe. Die Kirche stehe aktuell vor großen Problemen und habe viel zu erneuern, „aber Ihr Beispiel zeigt, dass auch noch Vieles möglich ist“, betonte der Weihbischof.
Christen seien eben nicht nur in Zeiten für einander da, in denen alles gut läuft. Stattdessen seien sie, weil Jesus sie sendet, gerade in Krisenzeiten stark und nah. Es passe, dass die Beauftragung geradezu Mariä Lichtmess gefeiert werde, sagte Lohmann. „Wir Christen sind Lichtbringer und bringen das Licht zu den Menschen, wir sind beauftragt, gemeinsam gegen einsam zu sein und die Menschen zu erfüllen.“

Text: Bischöfl. Pressestelle 
Foto: Pixabay
9.2.2022