Stiftsmuseum Xanten will Generationen miteinander ins Gespräch bringen

Pressedienst Bistum Münster 30.07.19
Stiftsmuseum Xanten will Generationen miteinander ins Gespräch bringen
Bundesministerium fördert das Projekt mit rund 96.000 Euro
Xanten (pbm/cb). Für das Dialog-Projekt „Erzähl mal! – Zeitreise der Generationen“ erhält
das Stiftsmuseum Xanten eine Förderung in Höhe von rund 96.000 Euro. Das Geld kommt
vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) und dient der Förderung
kultureller Angebote im ländlichen Raum.
Das erklärte im Stiftsmuseum die Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss (CDU). „Im Fokus
stehen Projekte, die nicht landwirtschaftlich geprägt sind, aber den ländlichen Raum darstellen
und erhalten“, sagte sie. Der Dom und die ihn umgebenden Gebäude seien prägend für
Xanten, das Projekt diene dazu, den Generationendialog und die christliche Kultur in den
Vordergrund zu stellen. Im Gespräch mit der zuständigen Ministerin, Julia Klöckner, sei sie
schnell überzeugt gewesen, dass das Dialog-Projekt unterstützenswert sei.
Sichtlich erfreut reagierte Museumsleiterin Elisabeth Maas auf die Förderzusage. Gemeinsam
mit der Kommunikationsbeauftragten Claudia Kressin und der Kulturpädagogin Sophie
Voets-Hahne hatte sie das Dialog-Projekt entwickelt. Kressin erklärte: „Wir haben schon viele
gute Erfahrungen damit gemacht, die Generationen im Museum zusammenzubringen.
Junge Leute haben großes Interesse an den Objekten und Materialien, während ältere Besucher
noch viel von den Bräuchen und Traditionen erzählen können.“ Beide Gruppen sollen
nun in sogenannten Tandems zusammengeführt werden, bestehend aus einem Kind oder
Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren und einem Senior jenseits des 60. Lebensjahres.
„Das können zum Beispiel Enkel und Großeltern sein“, erklärte Kressin – doch
auch fremde Tandems seien möglich, ebenso wie Einzelanmeldungen, die dann zu Tandems
zusammengeführt werden.
Im Oktober, sagte Voets-Hahne, sollen die ersten Tandems starten. Am Samstagnachmittag,
12. Oktober, werden sie sich dem Thema „Sonntagsklamotten“ widmen und zum Beispiel
der Frage nachgehen, ob sie sich selbst sonntags besonders kleiden. Weiterhin werden sie
im Museum erfahren, was es mit den Messgewändern der Priester auf sich hat. Kulturhistorisches
Hintergrundwissen auf der einen Seite, Dialog und kreatives Arbeiten auf der anderen
Seite sollen den Nachmittag prägen. An weiteren Terminen geht es dann zum Beispiel
um das Thema Abkürzungen, „von INRI bis LOL“, führte Voets-Hahne aus.
Neben den bereits terminierten Veranstaltungen werden weitere Aktionen geplant. Unter
anderem möchte Maas ein Netzwerk aufbauen aus Vereinen und Institutionen, in denen der
Generationendialog gefördert werden kann. Im Museum soll durch jährliche Tagungen ein
regelmäßiger Ideen- und Erfahrungsaustausch entstehen.

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