Prälat Richard Schulte Staade gestorben

Prälat Richard Schulte Staade gestorben
Weihbischof und Wallfahrtsrektor würdigen Wirken in Kevelaer
Kevelaer (pbm/cb). Im Alter von 87 Jahren ist der ehemalige Wallfahrtsrektor von Kevelaer,
Prälat Richard Schulte Staade, am Abend des 13. Januar in Kevelaer gestorben. Zuletzt lebte
er als emeritierter Pfarrer in Wesel.
Weihbischof Lohmann würdigte den Verstorbenen: „Richard Schulte Staade war einer meiner
Vorgänger im Amt des Wallfahrtsrektors in Kevelaer. Seine Verdienste um die Wallfahrt
sind kaum zu ermessen, seine Ideen und Erneuerungen wirken bis heute nach. Ich bin dankbar
für die vielen Begegnungen mit ihm.“ Auch der jetzige Wallfahrtsrektor Gregor Kauling
äußerte sich am Dienstag in Kevelaer: „Als heutiger Wallfahrtsrektor von Kevelaer berührt
mich der Tod unseres langjährigen Pastors Richard Schulte Staade. Ich freue mich, dass er
der Einladung gefolgt ist, seinen Lebensabend in Kevelaer in der Nähe der Consolatrix Afflictorum
zu verbringen. Er hat die Liebe zur Muttergottes durch seine Verkündigung in Wort
und Bild mit Leben gefüllt. Diese gelebte Liebe und Leidenschaft wirkt bis heute segensreich
weiter.“
Der auf einem Bauernhof in Lüdinghausen aufgewachsene Schulte Staade hatte zunächst
eine landwirtschaftliche Berufslaufbahn eingeschlagen, nahm jedoch im Alter von 25 Jahren
das Studium der Theologie und der Kunstgeschichte auf. 1963 wurde er zum Priester geweiht
und acht Jahre später zum Domvikar in Münster ernannt. 1971 übernahm er im Bischöflichen
Generalvikariat unter anderem die Leitung der Erwachsenen- und der Familienseelsorge.
1974 folgte die Ernennung zum Wallfahrtsrektor in Kevelaer und Pastor von St.
Marien. Bis zu seiner Ablösung im Februar 2006 durch den heutigen Weihbischof Dr. Stefan
Zekorn prägte er das Bild des Marienwallfahrtsortes rund um das Gnadenbild entscheidend.
So fallen in seine Amtszeit zahlreiche Baumaßnahmen wie zum Beispiel das Forum Pax Christi.
Durch die Errichtung der orthodoxen St.-Johannes-Kapelle baute Schulte Staade die Verbindungen
zur Ostkirche auf.
Für seine Verdienste erhielt der nun Verstorbene zahlreiche Ehrentitel. 1982 wurde er Ehrendomkapitular
in Münster, 1992 Ehrendomkapitular an der Kathedralkirche in Luxemburg
und im selben Jahr päpstlicher Ehrenprälat. Zudem war er Ehrendomherr in den Bistümern
Roermond (Niederlande) und Presov (Slowakei). Die Stadt Kevelaer ernannte Schulte Staade
2002 zum Ehrenbürger.
Zu den Höhepunkten seiner Zeit in Kevelaer zählt der Besuch des damaligen Papstes Johannes
Paul II. im Mai 1987, ebenso der Besuch von Mutter Teresa im September desselben
Jahres.
Bildunterschrift
Prälat Richard Schulte Staade ist im Alter von 87 Jahren gestorben. (Foto: Bischöfliche Pressestelle
/ Gerhard Seybert)

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