Mit Test in den Bus: 48 Kinder und neun Betreuer fahren nach Ameland

Pressedienst Bistum Münster 06.07.21
Mit Test in den Bus: 48 Kinder und neun Betreuer fahren nach Ameland
Reisesegen von Pfarrer Thorsten Hendricks – Zwei Wochen Insel-Urlaub
Duisburg-Hochheide (pbm/cb). Die Vorratsdosen mit Zitronentee-Granulat stehen bereit. Die
Frühstücks-Flocken dürfen auch nicht fehlen. Und nach und nach stapeln sich auch Koffer und
Schlafsäcke in der Garage, in deren Richtung die „Anmeldung für Ameland“-Schilder in Hochheide
weisen. Marius Malkowski ist so zufrieden, dass selbst der Mund-Nasen-Schutz sein Lächeln
nicht verbergen kann. „Wir sind bereit für die Abfahrt“, sagt der 33-Jährige. Es ist Freitagnachmittag,
am nächsten Morgen um 8 Uhr wird er im Bus Richtung Ameland sitzen. Als
Lagerleiter werden er und sein neunköpfiges Team in den kommenden beiden Wochen für die
Betreuung von 48 Kindern zuständig sein.
Malkowski ist das, was man getrost als „alten Hasen“ bezeichnen kann. Seit 1999 fährt er auf
die niederländische Insel, erst als Kind, dann als Betreuer, seit sieben Jahren inzwischen als
Leiter. Schon sein Großvater war als Betreuer dabei und begleitete die Anfänge des Lagers
Hochheide. „Das Ameland-Lager ist meine absolute Leidenschaft“, bekennt Malkowski. Und
stellt heraus: „Unser ganzes Leitungsteam besteht aus ehemaligen Lagerkindern, das ist ein
echtes Alleinstellungsmerkmal.“ Und alle sind spürbar erleichtert, dass es nach der Zwangspause
im vergangenen Jahr nun endlich wieder nach Ameland geht.
Auch, wenn die Entscheidung bis zuletzt offengehalten wurde. „Ich habe seit Wochen jeden
Tag genau verfolgt, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln“, erzählt Malkowski. Dann war klar,
dass die Fahrt möglich sein würde – natürlich nur mit einem negativen Corona-Test. Den hat
die 13-jährige Kiara hinter sich, mit dem Nachweis, nicht an Corona erkrankt zu sein, darf sie
sich auf den Weg machen. „Im vergangenen Jahr war ich traurig, dass das Lager abgesagt werden
musste. Deshalb freue ich mich jetzt sehr. Man hat einfach Spaß auf der Insel und findet
neue Freunde. Und es ist schön, wieder so eine Fahrt machen zu können“, erzählt Kiara.
Lagerleiter Malkowski nickt. „Die Freundschaften, die beim Ameland-Lager geknüpft werden,
halten lange“, weiß er aus Erfahrung, „die Gemeinschaft ist einzigartig und egal, wo die Betreuer
für die Arbeit oder die Familie hingezogen sind, alle kommen für das Lager zurück nach
Hochheide.“ Zurück bleibt in diesem Jahr allerdings einer: Pfarrer Thorsten Hendricks, eigentlich
auch ein großer Ameland-Fan. Doch die Regeln für Besucher sind streng, deshalb kann der
Pastor nicht zum Kurzbesuch auf die Insel fahren. Immerhin kann er die Kinder und Jugendlichen
im Alter von 10 bis 16 Jahren bei der Abfahrt verabschieden und ihnen den Reisesegen
spenden. Dann rollen sie los, der Bus mit den Kindern und Betreuern, der Bully mit den Lebensmitteln
und der LKW mit Koffern und Schlafsäcken.
Bildunterschriften
Malkowski – Marius Malkowski leitet das Hochheide-Lager seit sieben Jahren und freut sich
auf die beiden Ameland-Wochen. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
Shirt – Vor der Abreise erhält jedes Kind ein T-Shirt, auf das der Name gedruckt ist. Die Betreuer
Jonas Malkowski, Nadine Polotzek und Marius Malkowski (von links) verteilen sie bei
der Kofferabgabe. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

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