Karin Jäschke darf Beerdigungen in St. Martinus Moers leiten

Pressedienst Bistum Münster 22.07.19
Karin Jäschke darf Beerdigungen in St. Martinus Moers leiten
67-Jährige erhält Beauftragung durch das Bistum Münster
Moers (pbm/cb). Tote zu bestatten und Abschiedsfeiern für sie zu veranstalten, für Pfarrer
Heinrich Bösing aus der Pfarrei St. Martinus Moers zählt auch das zu den Aufgaben einer
christlichen Gemeinde. Und auch, wenn es sich in vielen katholischen Pfarreien so eingebürgert
hat, muss bei einer Beerdigung nicht unbedingt ein Pfarrer die Zeremonie leiten. Im
Bistum Münster gibt es für ehrenamtliche Gemeindemitglieder die Möglichkeit, sich für den
Beerdigungsdienst ausbilden zu lassen.
Eine Möglichkeit, die Karin Jäschke gerne genutzt hat. „Ich war viele Jahre im Pfarreirat aktiv,
dort wollte ich aber den Platz für jüngere Mitglieder frei machen“, berichtet sie. Dennoch
wollte sie sich weiter für ihre Gemeinde engagieren und hat nun eine neue, verantwortungsvolle
Aufgabe übernommen. Pfarrer Bösing machte sie auf die Ausbildung zur Trauer- und
Begräbnisseelsorgerin aufmerksam, Karin Jäschke meldete sich für den Lehrgang an. „Das ist
eine Aufgabe, die ich für sehr wertvoll halte“, sagt sie mit Blick auf ihren neuen Dienst überzeugt.
Neben der Ausbildung, in der unter anderem im Rollenspiel Trauergespräche geübt wurden,
hat sie Pfarrer Bösing mehrfach begleitet und von ihm gelernt, wie man mit dem Tod und
der Trauer umgeht. „Wenn ich Fragen habe, ist er auch jetzt immer für mich zu sprechen“,
betont sie. Und auch Ursula Weinbrenner steht ihr zur Verfügung. Sie leitet schon seit einigen
Jahren im Süden der Pfarrei Beerdigungen. Nervös sei sie vor der ersten Beerdigung, die
sie alleine geleitet hat, nicht gewesen, sagt die 67-jährige Karin Jäschke: „Die Ausbildung war
so gut, da bin ich gestärkt herausgegangen.“ Gelernt hat sie zum Beispiel, dass sie den Hinterbliebenen
die Möglichkeit geben muss, zu trauern, selbst aber in ihrer Rolle zu bleiben:
„Ich muss den Menschen beim Trauergespräch beistehen, sonst kann ich ihnen nicht helfen.
Dazu gehört, Leid und Trauer der Angehörigen aushalten zu können. Manchmal ist man auch
einfach nur da, um ihnen zuzuhören.“
Schon lange ist sie damit vertraut, Gottesdienste vorzubereiten und zu leiten. „Karin Jäschke
ist schon lange in der Gemeinde und besonders in der Liturgie aktiv und hat einen guten
Überblick über das Gemeindeleben. Außerdem ist sie persönlich sehr gut für den Dienst geeignet,
weil sie offen und den Menschen zugewandt ist“, lobt Pfarrer Bösing. Wer eine Beerdigung
übernimmt, wird von Fall zu Fall entschieden. Ursula Weinbrenner ist eher für den
südlichen, Karin Jäschke eher für den nördlichen Teil der Pfarrei zuständig, auch Pfarrer Bösing
leitet selbstverständlich weiterhin Beerdigungen. Insbesondere dann, wenn die Trauergemeinde
eine Messe mit Eucharistie feiern möchte – „aber das kommt bei Beerdigungen
eher selten vor“, sagt der Pfarrer.
Bildunterschrift – Karin Jäschke (Mitte) ist neue Trauer- und Begräbnisseelsorgerin und
unterstützt künftig Pfarrer Heinrich Bösing und Ursula Weinbrenner. (Foto: Bischöfliche
Pressestelle / Christian Breuer)

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