Ferienfreizeit wieder im Eimer?

Pressedienst Bistum Münster 08.04.21
Ferienfreizeit wieder im Eimer?
Workshops unterstützen Ehrenamtliche bei Planung von Ferienangeboten
Niederrhein (pbm/acl). Was bringt der Sommer? Vielen Organisatoren von Ferienfreizeiten
in den Kreisen Kleve und Wesel stehen unsichere Wochen bevor. Schon im zurückliegenden
Jahr mussten viele Freizeiten aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, einige Teams vermittelten
den Kindern und Jugendlichen Zuhause an einzelnen Tagen ein Gefühl von Sommerurlaub.
Ob eine Durchführung in diesem Jahr möglich ist – die Entwicklung der Pandemiesituation
ist nur schwer vorhersehbar, die Verunsicherung bei den Ehrenamtlichen deshalb groß.
Die Abteilung Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Bistum Münster bietet zusammen
mit dem Team des Regionalbüros West in Xanten, das für den Niederrhein zuständig ist,
Unterstützung an. Unter dem Motto „Ferienfreizeit wieder im Eimer?“ veranstalten sie bis zu
den Sommerferien digitale Workshops zu zehn verschiedenen Themen.
„Natürlich ist bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch bei den Teams der
Wunsch groß, in diesem Jahr wieder Freizeitmaßnahmen anzubieten“, erklärt Johannes Haesser,
pädagogischer Mitarbeiter des Regionalbüros West. Derzeit gebe es allerdings noch
viele pandemiebedingten Unwägbarkeiten, „vom Infektionsgeschehen über Hygienevorschriften
bis hin zu Stornobedingungen, die eine konkrete Planung sowie die Entscheidung,
ob und unter welchen Bedingungen die Freizeit stattfinden kann, deutlich erschweren“, wie
Haesser erklärt. Die Freizeitteams und die jeweiligen Träger der Maßnahmen müssten sich
auf verschiedene Modelle und Szenarien vorbereiten. Haesser betont: „Wir unterstützen die
Verantwortlichen gerne dabei, um ein ‚ganz oder gar nicht‘ zu vermeiden und Alternativangebote
wie eine Tagesbetreuung vor Ort oder angepasste Fahrten in kleinerem Rahmen zu
planen“.
Gute Erfahrungen haben viele Teams bereits im vergangenen Jahr gemacht. „Mit viel Kreativität
und Ideenreichtum haben die Ehrenamtlichen die Beziehungen zu den Teilnehmenden
gepflegt“, weiß der für die Schulungsarbeit zuständige Mitarbeiter des Regionalbüros. Nicht
zuletzt seien die Angebote von den Eltern entlastend wahrgenommen worden. Mehr als
40.000 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Münster fahren normalerweise mit katholischen
Jugendverbänden, Ferienwerken, Pfarreien oder anderen kirchlichen Trägern in Ferienfreizeiten.
Für Haesser ist das ein wichtiges Signal: „Es lohnt sich, gemeinsam nach alternativen
Angeboten zu suchen. Unsere Ferienfreizeiten sind wichtig für die Jugendlichen und
ihre Familien.“
Die kostenlosen, zweistündigen und Online-Workshops decken alle drängenden Themen ab:
Es geht um die Frage „Planen oder stornieren?“, um Versicherungsschutz sowie Finanzierungs-
und Fördermöglichkeiten und natürlich um ein Krisen- und Notfallmanagement. Zu
dem werden Workshops mit Tipps für Alternativprogramme vor Ort angeboten. Weitere
Workshops geben Antworten auf alle Fragen rund um Herausforderungen wie Heimweh und
Krankheiten und informieren über das Thema Küche bei Ferienfreizeiten sowie religiöse Impulse.
Anmeldungen sind über die Homepage www.bistum-muenster.de/mitnehmen möglich.

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