Bischof Genn besucht Kroatische Mission am Niederrhein

Bischof Genn besucht Kroatische Mission am Niederrhein
Gottesdienst in Moers – 1726 katholische Kroaten leben in der Region
Moers/Niederrhein (pbm/cb). Viele der Lebensgeschichten, die Bischof Dr. Felix Genn in
Moers hört, ähneln einander. Sie erzählen von der Flucht vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien
oder von den Gastarbeitern, die als Handwerker oder Bergleute nach Deutschland
kamen und am Niederrhein eine neue Existenz aufbauten.
Der Bischof war am 17. November zu Gast bei der Kroatischen Mission am Niederrhein, deren
Mitglieder regelmäßig Gottesdienste in kroatischer Sprache in Moers-Repelen, Dinslaken
und Bocholt feiern. Neben Gesprächen mit dem Seelsorgeteam standen auch Begegnungen
mit Gemeindemitgliedern auf dem Programm. Auch wenn sie teils schon in dritter Generation
in Deutschland leben und integriert sind, haben sich viele der 1726 katholischen Kroatinnen
und Kroaten am Niederrhein ihre Sprache und Traditionen bewahrt. Im Alltag spricht
man Deutsch, gebetet wird am Sonntag aber auf Kroatisch.
Dankbar sei man, erfuhr der Bischof immer wieder, dass es im Bistum Münster diese Möglichkeit
gibt. Zumal die Kroatische Mission für viele Menschen, die aktuell nach Deutschland
kommen, die erste Anlaufstelle sei. Entsprechend haben die Mitglieder der Gemeinde ehrenamtlich
ein starkes Netzwerk geknüpft, um schnell Hilfe organisieren zu können. Bischof
Genn ging auf den Dank zum Beginn des gemeinsamen Gottesdienstes ein: „Sie sollen so hier
im Bistum eine Form der Verbundenheit mit ihrer Heimat finden“, sagte er und erklärte: „Sie
gehören zu uns, und sie bestärken und alle durch Ihren Glauben. Bitte geben Sie das Zeugnis
Ihres Lebens weiter an die folgenden Generationen.
In der Predigt nahm er Bezug auf das Evangelium (Lk. 21, 5-18), in dem Jesus über Krieg und
Katastrophen spricht. „Auch viele von Ihnen haben schreckliche Dinge erlebt. Krieg, Folter,
Vertreibung und Verfolgung“, wandte sich Genn an die Gemeinde. Jesus sei realistisch und
zeige, was bis heute in der Welt geschehe, betonte der Bischof. Doch gleichzeitig ermuntere
Jesus die Menschen, nicht an den Geschehnissen zu verzweifeln, sondern standhaft zu bleiben
und so das Leben zu gewinnen. Auch das gelte bis in die heutige Zeit, sagte Genn.
Der Besuch des Bischofs in Moers fügt sich ein in eine Reihe von Begegnungen mit Gläubigen
der insgesamt 22 Gemeinden anderer Muttersprache im Bistum. Begleitet wurde er vom
emeritieren Weihbischof Dieter Geerlings, Bischöflicher Beauftragter für Katholiken anderer
Muttersprache, und Franz-Thomas Sonka, zuständiger Referent im Generalvikariat.
Bildunterschriften
Treffen - Gemeinsam mit Franz-Thomas Sonka vom Referat Seelsorge für Katholiken anderer
Muttersprache im Bistum Münster (hinten links) und Pfarrer Josip Filipovic sprach Bischof
Felix Genn (Mitte) mit Mitgliedern der Kroatischen Mission. (Foto: Bischöfliche Pressestelle /
Christian Breuer)

Kontakt

Kreisdekanat Wesel
Sandstraße 24
46483 Wesel
Telefon: 0281 22249
Telefax: 0281 31581
kd-Wesel@bistum-muenster.de

Logo Bistum Münster