Abt Albert Dölken eröffnet die Wallfahrt in Kevelaer

Pressedienst Bistum Münster 01.05.21
Abt Albert Dölken eröffnet die Wallfahrt in Kevelaer
Zuversichtlicher Blick auf die zweite Jahreshälfte
Kevelaer (pbm/cb). Zum zweiten Mal unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie
ist die Wallfahrtssaison im niederrheinischen Kevelaer am 1. Mai eröffnet worden. Albert
Thomas Dölken, Abt des Prämonstratenserklosters in Duisburg-Hamborn, schlug vor Beginn
des festlichen Gottesdienstes drei Mal symbolisch mit einem goldenen Hammer an das Pilgerportal
der Marienbasilika. Dazu rief er den Satz „Öffnet die Tore unserem Erlöser Jesus Christus“
in den Sprachen Latein, Deutsch, Niederländisch und Englisch.
Aufgrund der coronabedingten Beschränkungen mussten in der Basilika viele Plätze frei bleiben,
auch auf dem Kapellenplatz hatten sich nur wenige Zuschauer versammeln können. Wallfahrtsrektor
Gregor Kauling sagte mit Blick auf die Beschränkungen: „Es ist wichtig, Türen zu
öffnen und Raum zu geben in dieser Zeit der Einschränkungen. Das gibt Luft zum Atmen.“
Damit nahm er Bezug auf das diesjährige Wallfahrtsmotto „Atme in uns, Heiliger Geist“. Es sei
eine Zeit, in der man in den offenen Kirchen Glaube und Hoffnung ebenso teilen dürfe wie
Trauer und Schmerz, um Trost zu empfangen in einer Zeit der Enge, betonte Kauling.
In seiner Predigt sprach Abt Dölken über seine ganz persönlichen Erinnerungen an die Wallfahrt
nach Kevelaer, die bis in die Kindheit reichen. Bei seinen zahlreichen Wallfahrten zum
Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“, ob zu Fuß, mit dem Rad, per Bus oder Auto seien
über Jahre Freundschaften gewachsen, die das Leben stützen. Mit der Öffnung der Pilgerpforte
beginne „eine Heilige Zeit, die uns helfen soll, Christus einzulassen“, sagte Dölken. Er
forderte die Pilger auf, sich ebenfalls zu öffnen, „für Gott und für andere Menschen“. Sich zu
öffnen sei ein Schatz, den es zu bewahren und immer wieder neu zu entdecken gelte. „Wallfahrten“,
blickte er Abt auf seine eigenen Erfahrungen zurück, „können Menschen verändern
und etwas bewegen.“ Gerade Fußpilger würden auf dem Weg feststellen können, wie Gott in
ihnen wirkt und dass er ihnen Menschen an die Seite stellt, die einen ermutigen, aufmuntern
und nicht alleine lassen. Bei der Wallfahrt könne man merken, wie unterschiedlich die Menschen
seien und dass sie einander dennoch brauchen. Nach dem Gottesdienst nutzte Abt Dölken,
begleitet von Fahnenabordnungen verschiedener Kolpingfamilien, die Gelegenheit zu einem
Gebet am Gnadenbild.
Dr. Rainer Killich, Generalsekretär der Wallfahrt, blickt zuversichtlich auf die neue Wallfahrtssaison.
„Wir denken, dass sich die allgemeine Situation in Richtung der Sommerferien entspannt,
das wird sich dann auch auf das Wallfahrtsgeschehen auswirken“, erklärte er im Vorfeld
der Eröffnung der Wallfahrtszeit. Insbesondere für die Monate August und September
hätten sich wieder größere Gruppen angemeldet – wie im vergangenen Jahr werde die Wallfahrtsleitung
immer auf die jeweils geltenden Regeln und Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung
reagieren. Aktuell seien zwar keine Gruppenprozessionen möglich, die Kirchen seien aber
offen, so dass Einzelpilger zu den Gottesdiensten kommen oder eine Kerze anzünden könnten.
Dazu passte die Worte von Wallfahrtsrektor Kauling bei der Verabschiedung am 1. Mai: „Es
kommt nicht auf die großen Zahlen an. Der einzelne Mensch ist wichtig, der Trost und Halt
braucht.“
Dass Gruppen grundsätzlich auch jetzt eigene Pilgergottesdienste anmelden können, betonte
Killich: „Alle Vorsichts- und Hygienemaßnahmen funktionieren.“ Die Anreise zu diesen Gottesdiensten
müsse selbstverständlich entsprechend der geltenden Beschränkungen erfolgen.
Alle Angebote der Wallfahrtssaison während und nach der Corona-Zeit, ins Internet übertragene
Gottesdienste und weitere Informationen gibt es auf www.wallfahrt-kevelaer.de.
Bildunterschriften
Zur Öffnung der Pilgerpforte schlug Abt Albert Dölken drei Mal symbolisch mit einem goldenen
Hammer gegen das Portal. (Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Gottfried Evers)

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