150 ehrenamtliche Hospizhelfer tauschen auf Wasserburg Erfahrungen aus

Pressedienst Bistum Münster 01.09.21
150 ehrenamtliche Hospizhelfer tauschen auf Wasserburg Erfahrungen aus
Den Hospiztag am unteren Niederrhein gibt es seit 26 Jahren
Niederrhein/Kleve-Rindern (pbm/cb). Es ist eine Tätigkeit, über die die Helferinnen und Helfer
nicht viel reden und die oft im Hintergrund, im privatesten Umfeld geleistet wird: Menschen,
die im Hospizdienst arbeiten, begleiten Sterbende in ihren letzten Tagen und Stunden
bis zum Tod. Neben den hauptamtlichen Koordinatoren in den Hospizdiensten sind die Ehrenamtler
eine tragende Säule.
Rund 150 dieser Helfer haben sich, verteilt auf zwei Tage, zum Hospiztag auf der Wasserburg
Rindern getroffen. Ein Angebot, das vor 26 Jahren erstmals ins Leben gerufen wurde und
seither stetig gewachsen ist. Petra Bahr-Rüschkamp gehört zum Organisationsteam und erklärt:
„Dieser Tag soll ein Geschenk für die Frauen und Männer im Hospizdienst sein, die eine
so wichtige Arbeit leisten. Hier haben sie die Gelegenheit, sich kennenzulernen, Erfahrungen
auszutauschen, aber auch einfach etwas Gutes miteinander zu essen“, erklärt sie. Der Tag sei
ein Zeichen der Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit.
Die Regionalgruppe Unterer Niederrhein umfasst die Kreise Kleve und Wesel sowie Bocholt,
Krefeld und Kempen, wie Renate Hirt erläutert, die den Hospiztag vom ersten Jahr an mitbegleitet.
Es sei wichtig, sich in dieser großen Region im gemeinsamen Austausch zu bleiben
und den Hospizdienst zu koordinieren. Daher stünden, auch wenn der Fokus auf dem Ehrenamt
liege, hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Hospiztag vor Ort, um als
Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Nach einem Vortrag zum Thema „Was am Ende wichtig ist“ von Pastor Dr. Stefan Stiegler
konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nachmittags unterschiedliche Workshops belegen.
Die Inhalte reichten dabei von „Märchen als Wegbegleiter“ über „Briefe und Gespräche
am Lebensende“ bis hin zu Fragen rund um die Themen „Bestattungsvorsorge, Bestattungsformen
und der Umgang mit dem digitalen Vermächtnis“. Barbara Blau von der Wasserburg
Rindern erklärte, dass man Wert darauf lege, möglichst viele Referentinnen und Referenten
aus der Region zu gewinnen. „Auch so können neue Kontakte in der Umgebung
geknüpft werden, die sich fruchtbar auf den Dienst in der Hospizarbeit auswirken können“,
sagt sie.
Im Oktober wird es auf der Wasserburg übrigens erneut eine Fachtagung zur Hospizarbeit
geben – dann sind die Helfer im Hospizdienst auch außerhalb der Regionalgruppe angesprochen.
Bildunterschrift
Zahlreiche Referentinnen und Referenten gaben ihr Wissen beim Hospiztag in der Wasserburg
Rindern weiter. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

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