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Weihbischof Rolf Lohmann ist „Bürger“ von Parookaville

Veranstalter Bernd Dicks hat Regionalbischof zu Festivalbesuch eingeladen

Beim Rundgang mit Veranstalter Bernd Dicks (links) durfte ein Besuch der „Main- Stage“ für Weihbischof Lohmann natürlich nicht fehlen.

Mit dem Stempel im Ausweis wird es offiziell – Parookaville, die fiktive Stadt, in der das gleichnamige Festival am Niederrhein gefeiert wird, hat einen neuen Bürger: Weihbischof Rolf Lohmann. Seit zwei Jahren lag der Parooka-Ausweis bereits im Schreibtisch des Regionalbischofs für den Niederrhein und Recklinghausen, die Pandemie machte geplante Besuche bislang aber unmöglich.
Bernd Dicks, Veranstalter und Mitgründer von Parookaville, lacht herzlich, als er sieht, dass Lohmann sogar ein Foto in seinen „Ausweis“ geklebt hat. „Das hätte ich wirklich nicht erwartet“, gibt er grinsend zu. Und er freue sich, ergänzt er, dass der Weihbischof die Einladung zu einem Besuch des Festivals angenommen habe. Beim „Veener Dorfgespräch“ hatten sie sich 2019 kennengelernt und den Kontakt gehalten. So nimmt sich Dicks beim Besuch des Weihbischofs viel Zeit, in persönlich über das Gelände zu führen und auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Lohmann ist sichtlich beeindruckt, einerseits von der logistischen Leistung, vor allen Dingen aber von der Stimmung auf dem weitläufigen Festivalgelände. „Die Menschen kommen hier friedlich und fröhlich zusammen, um zu tanzen und das Leben zu genießen, sich von er Musik tragen zu lassen. Ich spüre hier ein ganz starkes Gefühl von Gemeinschaft“, sagt der Weihbischof. Eine Einschätzung, die von Polizei, Feuerwehr und Johannitern bestätigt wird, die bis zum Abend alle eine äußerst positive Bilanz ziehen. Auch mit einigen der Helfer, die zum größten Teil ehrenamtlich ihren Dienst versehen, kommt der Weihbischof bei seinem Rundgang ins Gespräch und bedankt sich für ihren Einsatz.
Wenn er sehe, wie viele Menschen bei dem Festival zusammenkommen, frage er sich natürlich, was er daraus für die Kirche lernen könne, erklärt der Weihbischof. „Antworten auf solche Fragen kann ich aber doch nur finden, wenn ich da hingehe, wo die Menschen sind. Ich muss selbst die Atmosphäre erleben, das geht nicht, wenn ich nur zuhause bleibe“, betont er. Dicks stimmt zu: „Das hier muss man selbst erleben“, sagt er. Und vielleicht könne die Kirche tatsächlich von Veranstaltungen wie Parookaville lernen, wenn auch die Kirche mehr zu einem Erlebnis für die Menschen werden würde, als sie es jetzt in den meisten Fällen sei.
Am Ende des Rundgangs zieht Lohmann ein eindeutiges Fazit: „Für mich ist der Besuch hier ein sehr positives Erlebnis.“ Wobei er augenzwinkernd anmerkt: „Die Musik würde bei mir nicht den ganzen Tag laufen, das muss ich zugeben. Aber ich sehe, wie viele Menschen sich von der Musik begeistern lassen.“

Pressedienst Bistum Münster 24.07.22
Foto: Bischöfliche Pressestelle /Christian Breuer

Matomo