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    "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!"

    Markus 6,31

Gemeinsame Sorge für die Welt

Kirchen in NRW grüßen zum Ramadan im Angesicht des Ukrainekrieges

Gemeinsame Sorge für die Welt
Kirchen in NRW grüßen zum Ramadan im Angesicht des Ukrainekrieges
Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die fünf katholischen (Erz-) Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime. Für das Bistum Münster hat Bischof Dr. Felix Genn das Grußwort unterzeichnet.
Angesichts globaler Herausforderungen wie des Krieges in der Ukraine, aber auch der Corona- und der Klimakrise, ruft das Grußwort die Verantwortung beider Religionen in der gemeinsamen Sorge für die Welt ins Bewusstsein: „Kein Mensch kann dem allen alleine ent-gegentreten. Wir müssen darauf vertrauen und darauf hoffen, dass es uns als Menschheit mit Gottes Hilfe gelingt, die erforderlichen Schritte zu erkennen und zu tun.“  Der Mut- und Ratlosigkeit, die in diesen Krisen aufkommen können, setzt das Grußwort Ge-duld, Gottvertrauen und Hoffnung entgegen. Die Besinnung auf diese Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam gibt Halt und ermutigt zum gemeinsamen Handeln: „Ohne Geduld und Vertrauen in Gott und unsere Mitmenschen fehlt uns die Hoffnung. Ohne Hoffnung und ohne Nächstenliebe werden wir es nicht wagen, diese komplexen Herausforderungen anzugehen. Geduld, Gottesvertrauen und die Liebe zum Nächsten nähren die Hoffnung. Die Hoffnung aber macht uns stark in unserem Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“, heißt es im Grußwort.
Neben Bischof Genn haben das Grußwort unterschrieben: Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bi-schof Helmut Dieser (Bistum Aachen), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).
Seit 2009 grüßen die katholischen (Erz-)Bischöfe und die evangelischen Präsides und Lan-dessuperintendenten mit einem gemeinsamen Wort zum Ramadan. Das Ramadangrußwort der Kirchen in NRW wendet sich an muslimische Gemeinschaften und muslimische Gläubige. Es wird in gedruckter Fassung und per E-Mail versendet.
Pressedienst Bistum Münster 31.03.22