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    "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!"

    Markus 6,31

EFL-Berater bilden sich in LSBTI-Themen weiter

Offenheit für Vielfalt bei der Ehe-, Familien- und Lebensberatung

Stephan Billen, Carolin Landers, Nicole Wiethoff, Felix Laue, Antonius Peeters und Anna-Marie Galle (v.l.) haben über die Beratung in der EFL für die LSBTI-Community gesprochen

Ein Markenzeichen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Bistum Münster ist, dass ihr Angebot alle Menschen willkommen heißt, gleich welcher Herkunft, Religion und sexueller Orientierung. „Jede Beratung basiert auf unserem Anspruch und unserer Haltung, Menschen auf Augenhöhe und wertfrei zu begegnen“, betont Carolin Landers, Leiterin der EFL in Wesel und Dinslaken. Trotz dieses Selbstverständnisses der EFL hat ihre Kollegin Nicole Wiethoff, EFL-Leiterin in Moers, Duisburg-Rheinhausen und Xanten, bemerkt, „dass insbesondere aus den Reihen der LSBTI-Community noch selten Anfragen kommen. Wir überlegen uns daher, wie wir lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen noch besser erreichen können“. Mehrmals im Jahr treffen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EFL dazu auch mit Vertreterinnen und Vertretern von LSBTI-Fachberatungsstellen zur Fortbildung und zum kollegialen Erfahrungsaustausch.
„Diese Kooperationen sind in jedem Fall eine Bereicherung, der Blick wird erweitert und wir können uns dadurch neu und anders aufstellen“, erklärt Stephan Billen, EFL-Leiter im Kreis Kleve. Dabei gehe es nicht nur um die fachliche Beratung, sondern auch darum, die offene Haltung nach außen zu zeigen und zu leben. Über die Zusammenarbeit und die Lernbereitschaft der niederrheinischen EFL-Teams freuen sich Felix Laue von der Fachberatungsstelle für sexuelle Vielfalt und Jugendarbeit „gerne anders!“ sowie Antonius Peeters, Leiter der Lebenslust-Beratungsstelle.
Beide haben bei der jüngsten Fortbildung mit den EFL-Beraterinnen und -Beratern in Issum zu Fragen rund um Familienkonstellationen und - beziehungen Rede und Antwort gestanden. 
„Gerne anders!“ berät Fachkräfte aus ganz NRW von ganz unterschiedlichen Trägern. „Die Fragen sind immer sehr ähnlich, es kommt auf die Haltung an und nicht auf die Trägerschaft“, erklärt Laue. Daher sei die Kooperation mit der EFL eine Bereicherung: „Jede Unterstützung für Ratsuchende in Wohnortnähe ist eine wertvolle Ergänzung zu unserem Beratungsangebot“,
ergänzt Peeters.
Die EFL im Bistum Münster bietet Beratungen sowohl in ihren Beratungsstellen vor Ort als auch online an. Die Gespräche sind kostenlos, um eine freiwillige Spende wird gebeten. Alle Informationen zu den Beratungen, zum Online-Angebot und zu den Sprechzeiten gibt es auf der Seite www.ehefamilieleben.de im Internet.


Pressedienst Bistum Münster 29.08.22
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer