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    "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!"

    Markus 6,31

Bischof Genn beauftragt 48 Religionslehrkräfte

„Botschaft des Herzens“ zu den jungen Menschen tragen

Münsters Bischof Dr. Felix Genn hat am 7. Juni 48 Lehrerinnen und Lehrern die bischöfliche Beauftragung erteilt, das Fach Katholische Religion zu unterrichten. Er übergab ihnen im Rahmen eines Gottesdienstes im Paulus Dom die „Missio canonica“ beziehungsweise die kirchliche Unterrichtserlaubnis. Ihre Verleihung ist nötig, weil für den katholischen Religionsunterricht das Land und das jeweilige Bistum gemeinsam verantwortlich sind. Religionslehrkräfte handeln im Namen beider Institutionen. Der Gottesdienst stand unter dem Oberbegriff „Herzmensch“, passend zum kirchlichen Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. „Sein Herz steht symbolisch für den taktgebenden und lebensspendenden Kern von Leben und Glauben. Dieses Symbol mag den einen vielleicht kitschig erscheinen, für andere hat es eine hohe Strahlkraft und wirkt gleichermaßen schlicht wie faszinierend“, führte Daniel Meyer zu Gellenbeck von der Abteilung Religionspädagogik des Bistums Münster in das Thema ein. „Ist es nicht ungewöhnlich“, fragte Bischof Genn in seiner Predigt, „dass wir auf das Herz zu sprechen kommen, wo Ihre Arbeit doch eher Kopfsache ist? Sie können ja keine Noten für eine Herzensstimmung erteilen, sondern Sie bewerten das, was erlernt wurde.“ Und dennoch, fuhr der Bischof fort, sei das Zentrum dessen, was man den Schülerinnen und Schülern im Religionsunterricht vermitteln wolle, eine Herzenssache: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus ganzem Herzen“, zitierte Genn das Gebot Jesu aus dem Lukasevangelium. Auch den Nächsten zu lieben, das gehe nur „in der Spur des Herzens“, betonte Genn. „Unser Verständnis ist, dass Gott uns aus ganzem Herzen liebt und uns zum Nächsten geworden ist.“ Er bedankte sich bei den Lehrkräften, dass sie diese Botschaft zu jungen Menschen tragen würden. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese jungen Menschen berühren damit, dass der Mensch die Herzenssache Gottes ist.“ Einen weiteren Dank richtete der Bischof im Rahmen des Gottesdienstes an Dr. Christian Schulte, den Leiter der Abteilung Religionspädagogik in der Bistumsverwaltung, der im Sommer die Leitung der Abteilung Schule im Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta übernehmen wird. Vor dem Gottesdienst hatten die Kandidatinnen und Kandidaten an einem „Tag der Begegnung“ teilgenommen. In unterschiedlichen Workshops ging es dabei unter anderem um das Thema des eigenen Glaubenszeugnisses im Religionsunterricht und um „Heute Religionslehrer / Religionslehrerin sein.“ Die von Bischof Genn beauftragten Religionslehrerinnen und Religionslehrer stammen aus folgenden Orten: Ahaus, Ahlen, Alpen, Altenberge, Bedburg Hau, Borken, Buldern, Coesfeld, Drensteinfurt, Dülmen, Duisburg, Emsdetten, Geldern, Goch, Gronau, Hamm, Hamminkeln, Havixbeck, Heiden, Hopsten, Horstmar, Hürth, Ibbenbüren, Isselburg, Kevelaer, Kleve, Köln, Krefeld, Lüdinghausen, Lünen, Münster, Nordkirchen, Oer--Erkenschwick, Oelde, Osnabrück, Rheda, Rheine, Rosendahl, Sassenberg, Selm, Soest, Sonsbeck, Stadtlohn, Steinfurt, Straelen, Warendorf, Xanten.

Pressedienst Bistum Münster 07.06.24