Kroatische Mission am Niederrhein feiert ihr 40-jähriges Bestehen

Kroatische Mission am Niederrhein

Pressedienst Bistum Münster 10.06.18
Kroatische Mission am Niederrhein feiert ihr 40-jähriges Bestehen
Festlicher Gottesdienst mit Weihbischof em. Dieter Geerlings in Moers.
Moers/Bocholt/Niederrhein (pbm/cb). Rund 2000 Mitglieder hat die Kroatische Katholische
Mission am Niederrhein. Sie kommen zum Beispiel aus Bosnien, Herzegowina, Dalmatien,
Dalmatien oder Istrien und haben am Niederrhein eine neue Heimat gefunden. Für sie wurden
vor 40 Jahren von Bischof Heinrich Tenhumberg die kroatischen Missionen in Bocholt und
Moers gegründet, die seit mittlerweile zehn Jahren zur „Kroatischen Katholischen Mission am
Niederrhein - Moers“ zusammengeschlossen sind.
Zum runden Geburtstag war am 9. Juni der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings nach
Moers gekommen, um in der St.-Martinus-Kirche in Moers-Repelen einen Gottesdienst mit
der Gemeinde zu feiern und die Glückwünsche von Bischof Dr. Felix Genn zu überbringen.
Einige der Gemeindemitglieder trugen traditionelle Kleidung aus ihrer Heimat, das sorgte
gemeinsam mit den kroatischen Lieder und Texte für eine besondere Atmosphäre in der Repelener
Kirche.
In seiner Predigt ging Geerlings auf das 40-jährige Bestehen ein: „Zahlen stehen zunächst im
Vordergrund. Sie sind nicht unwichtig, Jahreszahlen stehen für Beginn, Wandel und Entwicklung.“
Zudem seien Zahlen nüchtern, „sie machen unsere komplizierte Welt manchmal etwas
übersichtlicher.“ Die Zahl 40 spiele eine wichtige Rolle in der Bibel, sie stehe für die Vorbereitung
auf etwas Größeres, auf die Vollendung in Gott. „Die 40 ist damit die Zahl der Weiterentwicklung,
des Wandels und der Veränderung“.
Veränderungen, sagte er später, müsse sich derzeit auch die Kirche stellen. „Das ist mühsam,
die Kirche lernt viel und sie lernt es unter Schmerzen.“ Es gelte, die Botschaft des Evangeliums
ernst zu nehmen und unter veränderten Bedingungen zu verkünden, so dass es von der
Welt entdeckt wird. „Ein wichtiger Ort dafür ist die kroatische Mission am Niederrhein“,
wandte er sich an die Gemeindemitglieder. Sie würden ihre Traditionen und ihr Glaubensverständnis
weiterleben und daraus Begegnungen mit der Umgebung schöpfen. Damit gelinge
ein Brückenschlag, das sei ein Zeichen von Weltoffenheit, betonte der emeritierte Weihbischof,
bevor er der Mission erneut zum runden Geburtstag gratulierte. Der wurde nicht nur
während des Gottesdienstes gefeiert, sondern auch mit einem Konzert und einem großen, gemeinsamen
Mittagessen.
Die kroatische Mission feiert an mehreren Orten ihre Gottesdienste. Die Gemeindemitglieder
treffen sich nicht nur in der St.-Martinus-Kirche in Repelen, sondern auch in der Herz-Jesu-
Kirche in Dinslaken und in der Herz-Jesu-Kirche in Bocholt. Sie bietet Aktivitäten für Jugendliche
an, verfügt über einen Erwachsenen- und eine Jugendchor und gibt regelmäßig ein
eigenes Gemeindeblatt heraus. Geleitet wird sie seit 2016 von Pater Josip Filipovic.

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